18 Mai 2015

28 Sekunden

...hat es gedauert vom Beckenrand (über die Zeitmessmatte) zum Laufstart, inklusive Schuhe, Startnummer und Brille anziehen...Na dann...damit habe ich den High Score in der Disziplin und war der schnellster "Wechsler" beim Echterdinger Swim & Run....

Aber von vorne:

Am Muttertag (Muddi freut sich) fuhren Daddy, ich und Sohnemann gemeinsam ein Radrennen auf dem Formel 1 Kurs in Hockenheim. Meine größte Angst (ein Sturz von einem von uns Dreien hat sich nicht bewahrheitet und wir kamen alle gut und Flott (Robin und ich: 1:35 H für 60 KM und Vaddi auch noch unter 2 H .... kurzzeitig führte er sogar das Feld an ;-) - Was für ein Schnappschuss...

Zugegeben, durch die Windschattenfahrerei war es für mich relativ easy und zu weiten Teilen GA1 aber die Freude und mein Stolz ein Rennen mit meinem Sohn zu fahren waren riesig und das ist nicht zu beziffern. 


Ein paar Tage später gings dann mit Romy zum Echterdinger Swim and Run und wie üblich (wenn man schon mal da ist, kann man auch starten) war auch das ein Trainingswettkampf. Etwas angeschlagen vom Training zuvor stand ich am Start und die Schwimmzeit war dementsprechend schwach (400 m knapp unter 6 min) und als 7. gings in die Wechselzone und als 5. raus... (s.o.)...Auch das laufen war etwas zäh und ich musste vor allem die "Jungen" über die 5 KM ziehen lassen und kam als 10. Overall (2. in der Klasse hinter Martin Moroff) ins Ziel….



Bissle platt beaobachtete ich dann wie sich 60 (!) Kinder in der jüngsten Klasse über 25 m schwimmen und 500 m laufen ins Ziel bewegten...da kommt Freude auf, ob dieses Engagements seitens der Vereine, Eltern und Kinder! So was brauchen wir und wir haben keine Nachwuchssorgebn!

14 April 2015

Berichtle und Brief an mei liaba Tom

Berichtle = schwäbisch für Bericht :-)

Mei liaba Tom,

jetzt tingeln wir schon beängstigend oft und lange durch die große weite Triathlonwelt: Den Haag, Schalkenmehren, Griechenland, Maui und zu guter letzt hat es uns in die Emiglia Romana getrieben. Dem guten Wetter folgend? Ha, die ersten 2 Tage waren ja (positiv dargestellt) eher erfrischend mit Tendenz zum besseren! Nach über 20 Jahren Triathlon und im Schnitt 1-3 Trainingslager / Jahr freute ich mich wieder mal darauf und es erwartete mich ein eher komplexes Trainingslager als ein (wie es ein befreundeter gemeinsamer Bekannter ausdrückte) Trainingslager für "Normalos"... (Exkurs: Normals "sammeln" angeblich leere unnütze Kilometer ohne Trainingsinhalt)...Nun denn, trotz des sinnvollen Trainings bezeichnen wir uns trotzdem als Normalos.

Also: eine maßvolle Erhöhung der Traininsstunden im Wasser, auf dem Rad und per Pedes mit ausreichend Stabi und Gymnastik - nicht zu vergessen die neue Trainingsform der Bunga-Bunga Gymnastik mit Call-on-me-Andi!

Naturgemäß war das laufen hart (ich habe mich dafür einen neuen Begriff kreirt: TK-Einheit) mit Dir, die Bergankünfte habe ich Dir "überlassen" aber bei den Ortsschildern hatte ich (nachdem ich dich mindestens 1/2 Stunde im Wind fahren lassen habe) dann dank der Cleverness die Nase meistens vorne und kannte weder Freund, Frau oder Feind...da war mir alles egal!

Beim Open-Water Contenst über 800 m im 1:19er Schnitt hast Du mich überrascht und ich konnte lediglich hin und wieder 1/2 Länge vor dir Schwimmen....die Aufregung stand uns am Start beiden im Gesicht geschrieben - oder war es eher die Angst vor dem 12°C kalten Wasser???


Beim Trainingsduathlon gab es nur Sieger (Gesamt, Frauen, AK-Sieger...) und mich ärgert eigentlich nur dass Du den Strava-Kom um 4 Sekunden von mir geklaut hast...

Take care my friend und hab eine gute Saison...wünsch Dir vui Glück und wir sehen uns in Weimar, Schluchsee, Zittau und weiß der Geier sonst noch wo....




13 April 2015

Gefahren und für gut befunden!

"Deine neue Rennfeile ist fertig"....so der Anruf von Gründer und Inhaber Sören Zieher...kaum ausgesprochen saß ich im Auto und machte mich auf den Weg ins beschauliche Ravensburg um das VPACE C2M abzuholen.

Mein Hawaii-Buddy Lars Fricke hat nicht zu viel versprochen, denn das Rad ist mäßig getunt schon der Hammer und wiegt nur 8,5 KG, alleine davon bin ich  begeistert (hier für die technisch interessierten die Details: 

  • VPACE C2M 29er Carbonrahmen in Größe M
  • SRAM X01 Komplettgruppe mit Gripshift und 32er Kettenblatt
  • AVID X0 Bremsen
  • Tune KommVor Sattel
  • Syncros Sattelstütze, Vorbau und Lenker
  •  Reynolds Carbon Laufradsatz und sein RockShox SID XX Gabel mit "leichten Reifen"


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    Nun mal zum Fahren:
     
    an den breiten Lenker (seit 2014 fahre ich die breiten Syncros-Lenker habe ich mich sehr gut gewöhnt. Die Syncros-Teile verrichten zuverlässig Ihren Dienst und darüber muss man nicht viele Worte verlieren. Auch der Tune Sattel sieht zwar unbequem aus ist aber ganz das Gegenteil davon. Die XX-Gabel ist noch aus 2014 vom Xterra-Pro Jan Pyott: hier habe ich aus folgenden Gründen das Lockout weggelassen:
    1.) bei den XTERRA Rennen wird das Lockout nicht benötigt
    2.) ein Kabel und Hebel weniger = das Cockpit sieht aufgeräumter aus und etwas Gewicht wird noch "gemacht"
    Der Rahmen ist sehr direkt und super Handlich und in keinster Weise schwerfällig, auch in engen und schnellen Kurven noch sehr gut beherrschbar. Mit dem old-School - new School Grip Shift bin ich super happy, die Übersetzung noch ein wenig straff gewählt und für den ein oder anderen Kurs muss sicherlich mal ein 30-er Kettenblatt montiert werden....Was sonst noch? Innenverlegt Züge, tolle Rohrformen und eine strapazierfähige Oberbeschichtung runden das Bild ab...
     
    Bild? Das Auge fährt mit und so habe ich mich mal für rote Farbtupfer entschieden (Griffe, Züge, Nippel an den Laufrädern, Sattel usw)...mir jedenfall gefällt es.
     
    Der erste Renneinsatz war auch erfolgreich: Platz 2 in der AK (voll aus dem Training heraus, was mir eigentlich gar nicht gefällt) war dann auch soweit ok und jetzt freue ich mich auf das erste ernsthafte Rennen in Biel im Juni.
     
     
    Ein Bericht über die verbaute Vpace Starrgabel folgt natürlich auch noch....
     
     
     
    


    30 März 2015

    Briaf an mei laiba Tom

    Mei liaba Tom,

    es kommt mal wieder ein Brief von mir an Dich. Natürlich danken wir dir für die herzliche Einladung und die schöne Oberpfalz (Robin: Papa: wo sind wir eigentlich?) zu Euch und zum X-Duathlon "Jag de Wuidsau".

    Leider hast Du mich wieder etwas (im positiven Sinne) hinters Licht geführt, als Du gesagt hast: alles Easy was die Strecken betrifft. Ich habe mich auf Dich verlassen und bis kurz vor dem Rennen also noch "gescheit" trainiert und stand dann mit leicht "angefettetten" Beinen am Start.

    Bei der Streckenerkundung dachte ich schon "hui" und "wow":

    Vom Start weg geht es gleich einen gut zu fahrenden Asphaltanstieg auf einen eigenen Hof, wo die Getränkestation ist: sehr cool. Ein Wettkampf über das eigene Grundstück und deine Idee mit einem Pump-Track dort kann ich nur Unterstützen! Dann geht's im Prinzip schon auf eine Singletrail-Strecke die vom feinsten ist: Gut zu fahren, Konditionell fordernd mit 2 harten Anstiegen, einer Abfahrt über einen "Wurzelteppich" und eine schöne schnelle 29"-Vpace Max - Abfahrt und vernünftiges "ausrollen" vor dem Wechsel...Prima  Bike Streckenwahl und übrigens DM-tauglich (mit unter tauglicher, als aktuelle Cross-Duathlon DM-Strecken...).....und das ganze 3 x ....fordernd - mehr fällt mir da nicht ein.

    Naturgemäß bin ich von kurzen schnellen flachen Laufstrecken begeistert, die auch noch auf Asphalt verlaufen. Ich mach hier mal eine Ausnahme: die 3 KM Runde (die eigentlich 2,6 sein sollten) über Wiesen mit einem fiesen Anstieg und über Strohballen (die zu Beginn auch noch 2 mal zu laufen sind) haben mir "trotzdem" gefallen.

    Soweit mal zu den Strecken.

    Das Drumherum mit Riesenkanone als Startsignal (Motto: For those about to Rock...) war perfekt und das After-Race-Menu mit Wildsaugulasch hat mir "sau"gut gefallen :-)... Für das gute Wetter und den griffigen Boden kannst du ja nix, oder etwa doch?

    Erlaubst mir noch ein kurzes Wort zu meinem neuen Bike? Wie ich dich kenne bestimmt...das VPace rockt richtig: über den Wurzelzteppich bin ich gut gekommen, und sicher wäre die Strecke auch was für ne Starre Gabel ... (intern: Sören: ein Ausführlicher Fahrbericht folgt noch)...und mei liaba Tom...ich habe gesehen, dass Dir das Bike gut gefallen hat, gelle!

    Also mei liaba Tom: die 300 KM-Anfahrt haben sich gelohnt (wenn auch "nur" ein zweiter Platz in der AK und ein 22.Gesamtplatz herausgesprungen ist)...mi gfreits scho auf 2016!

    Jetzt erst mal noch 3 Tage in die  Eistonne und dann sehen wir uns schon wieder in Cesenatico....um ein wenig Asphaltkilometer zu "fressen"....

    Take care und vergelts Gott für alles.

    Dein Bernd

    02 März 2015

    SKIMO Challenge


    Oktober 2014 – das Telefon klingelt und ich befinde mich auf dem Weg an den Flughafen um nach Hawaii zu fliegen – die Sinne quasi außer Kraft gesetzt! „Hallo hier der Danilo, im Winter gibt’s ein 3-Tages-Event mit den Tourenski  mach mer mit“ – „Ja, aber ich flieg  jetzt dann, Ciao…“ so ähnlich war das Szenario. Irgendwann war es dann doch Winter und der Druck stieg. Kurz vor Silvester war ich dann 2-3 mal zum langlaufen auf der Alb (möglichst flach zur Eingewöhnung) und kurz danach am Grünten zum Touren (möglichst  gemütlich auch zum eingewöhnen) und die Eingewöhnungsphase war vorbei, aber der Winter gedanklich auch.

    Mit langen Läufen, Bergläufen (jawoll, hier gibt’s auch Hügel mit 200 HM auf 1 KM) versuchte ich mich ein wenig auf die SKIMO (Ski-Mountaineering – zu deutsch SKI-Bergsteigen, das sagte mir aber auch keiner vorher) einzustimmen.

    Irgendwann war ich dann im Allgäu und es ging los!

    Tag 1:
    Ein Nachtsprint über angeblich 4 KM inklusive 1 Abfahrt am Buchenberg (Nähe Füssen). Die Aufregung war maximal und verbesserte sich nicht wirklich als Wigald Boning – ausgestattet mit Top Material – an uns vorbei lief. Apros Pos laufen: die Typen der Szene joggen mit den Stiefeln hin und her – versuch das mal mit normalen Tourenskischuhen! Kurz vor dem Start noch ein Kommentar von Zuschauern: Ihr traut Euch was – mit dem Material an den Start zu gehen.  Und tatsächlich: meine ca. 15-Jahre alte Ausrüstung war jetzt nicht die Modernste – aber die Felle halten
    J.
    Startschuss und ich war nach ca. 30 Sekunden im Feld Vorletzter. WTF! Das habe ich so in der Form noch nicht erlebt. Na gut: 2 KM hoch, 2 Runter und wieder fast 2 hoch – macht fast 6 und nicht nur 4….Ein Erlebnis der besonderen Art war dass der Streckenposten mit der Kuhglocke nach hinten abgesichert hat und kurz vor dem Ziel meinte: machst du morgen auch mit….wie motivierend… Also ich war Vorletzter und das auch nur weil ich einen Ticken mit einem Mitstreiter (Peter) unabsichtlich vor Ihm durch die Zeitnahme bin – sorry.

    Tag 2:
    Der Marathon über 20 KM mit 2.000 HM am Breiteberg stand an. „Leute, es wird lang aber nicht steil“ so der Sprecher „wir beginnen mit einer 800 m Gleitsphase“, meinte er weiter….Gleiten??????? Mit Alpin Ski???? Gut, nach 1 KM waren noch 1-2 Typen hinter mir, die FIS-Abfahrt gings dann hoch und ich war wieder Vorletzter und alleine. Umfellen-Abfahrt (ach ja: auch auf der Abfahrt begleitete mich ein Streckenposten mit den Worten – lass es ruhig laufen)-Auffellen und den langen Anstieg in Angriff nehmen. Hier bemerkte ich dann: ich schwimme schneller als ich bergauf mit Tourenski  laufe (der KM war zwischen 14-18 min), dann bekam der Begriff Skibergsteigen auch eine inhaltliche Bedeutung:  die Ski sollte ein paar hundert Meter getragen werden. Genau hier und schon nach 11 oder 12 KM war das Rennen für mich zu Ende: Hütte, Bier und ein Schnaps rundeten den Tag ab bevor es wieder mit dem Danilo ins Tal ging (Siegerzeit 2:03 H, Danilo: 3:37 H – nur mal so als Vergleich).

    Tag 3:
    „Guten Morgen“ so der Sprecher „ heute wird’s noch mal hart für Euch“ – Danke dachte Berndi „kurz aber Steil“ – Kurz? Fast 6 KM und dann noch Steil? „ Ihr müsst eine längere Tragepassage bewältitigen“ – na toll dachte Berndi.
    Nach 1 KM war er wieder da: der Streckenposten! „Heute begleite ich dich bis ins Ziel“ – ja ja – Bergfreunde ….Steil wars und die KM wollten nicht umgehen, die Tragepassage war noch steiler und für mich sehr hart, die Abfahrt dazwischen nix zum genießen und die Schlussanstiege über 1-2 KM zogen und zogen sich.

    Aber ich habe es dann doch geschafft – und wie im Triathlon: der erste und der letzte bekamen am meisten Beifall.

    Fazit:
    Es war wie mit einem MTB auf einem Ironman, und dann noch unpezifisch vorbereitet – aber Spass hats gemacht, das Ergebnis war letztendlich egal. Die Erfahrung, letzter zu sein brauchte ich nicht, habe ich aber trotzdem gemacht. Viele DNF’s oder DNS’s zeigen wir hart die ganze Sache doch ist. Die Einkaufsliste steht: ich MUSS mein Skimaterial updaten.

    Die Idee und Orga von Axel Reusch und Hannes Zacherl war einfach nur Genial – ich bin mir sicher, dass auch aus anderen Sommersportarten Athleten kommen und reinschnuppern werden…ich weiß nun was auch mich 2016 zukommt!!!